Zum Gedächtnis

Erster Eintrag im Kondolenzbuch

von MaJa am Donnerstag 12 Februar 2009
 
Sprachlos, denn dafür finden wir keine Worte ... wir können es nicht fassen und sind zutiefst bestürzt über Deinen plötzlichen Tod. Wir haben Dich kennen und schätzen gelernt als liebenswerten, aufgeschlossenen und außergewöhnlichen Menschen. Du hattest soviel Ideen, Ratschläge und es war stets eine Freude, mit Dir zusammen zu arbeiten. Nach etwa 12 gemeinsamen Jahren, in denen wir Deine Homepage betreut haben, hat sich zwischen uns auch eine tiefe und freundschaftliche Beziehung entwickelt.
Nicht zuletzt hätte sich ohne Dich unser beruflicher Weg anders entwickelt, auch dafür danken wir Dir sehr! Wir werden Dich sehr vermissen ! Ich empfinde tiefste Trauer über den Tod meines Mentors und Freundes ...

Markus & Jana und das ganze Team von MaJa


Kondolenzbuch (Archiv)



Nachrufe


Zum ersten Todestag

Liebe Besucherinnen und Besucher,

am 11. Februar 2009 starb Hajo Banzhaf.
Noch immer sind wir erschüttert und haben Mühe, seinen Tod zu akzeptieren.

Das erste Jahr ohne Hajo liegt nun hinter uns und deshalb möchten wir, seine Familie und sein Team, Ihnen gerne einen Rückblick auf die Aktivitäten der letzten 12 Monate geben:

Neben dem Schock durch den plötzlichen Verlust Hajos und der großen Trauer um ihn mussten wir gleichzeitig aktiv werden und unser Leben und unsere Arbeit neu gestalten. Dabei war unser Ziel, das, was Hajo geschaffen hat, weiterzuführen, aber auch alles, was er uns in all den Jahren gelehrt hat, fruchtbar umzusetzen.

  • Die Homepage, der Shop und das Forum blieben erhalten
  • Am 8. Mai erschien Hajos letztes Werk „Zwischen Himmel und Erde – Die Quintessenz aus Esoterik, Astrologie und Tarot“, das mit bisher mehr als 16000 verkauften Exemplaren zu einem seiner meistverkauften Bücher wurde.
  • Anfang Juni wurde der Vorstand des Tarotverbands, dessen Vorsitzender Hajo bis zu seinem Tod war, neu gewählt. Susanne Zitzl ist nun erste, Johannes Fiebig zweiter Vorsitzender neben Carola Lauber als Schatzmeisterin. Auf dem Tarotkongress Ende November ernannten die Mitglieder des Tarotverbands Hajo posthum zu ihrem Ehrenvorsitzenden.
  • Ende Juni formierte sich Hajos und Brigittes Astrologie- und Tarotschule neu: Unter „Astrologie- und Tarotschule München – Hajo Banzhaf und Brigitte Theler GbR“ schlossen sich 5 ehemalige Mitarbeiterinnen zusammen und leiten nun die Schule im Geiste und Sinne der beiden Gründer. Dabei gibt es auch neue Bausteine: Workshops und Tarotfortbildungen wurden ins Programm genommen und erweisen sich als Erfolg.
  • Die 10-seitige Tarot-Rubrik in der Zeitschrift ZUKUNFTSBLICK blieb bestehen
  • Die Fachzeitschrift ASTROLOGIE HEUTE veröffentlicht seit Sommer eine Artikelserie von Hajo: „Schritt für Schritt durchs Horoskop“

In Vorbereitung:

  • eine DVD ist geplant mit Hajos legendärer „Reise des Helden“. 1991 wurde dieser 2-stündige Vortrag auf Cassette aufgenommen und wir arbeiten daran, ihn technisch in ein neues Format zu bringen. Eine schöne Erinnerung an Hajo und seine lebendige und humorvolle Art, Vorträge zu halten.
  • Ende März kommt eine erweiterte Fassung des Buches (ohne Karten): „Tarot für Anfänger“ aus dem Königsfurt-Urania Verlag auf den Markt.

Wir danken Ihnen allen sehr für Ihre Treue und Unterstützung, ohne die unsere Arbeit so nicht möglich gewesen wäre. Unsere Trauer um Hajo ist groß, er fehlt uns immer und überall - als Mensch, als Freund und auch als Experte. Aber gleichzeitig bereitet es uns Freude, weiterhin in seinem Sinne tätig zu sein. Wir blicken gespannt auf das kommende Jahr mit vielen Projekten, über die wir Sie hier auf dem Laufenden halten werden.

Mit herzlichen Grüßen
Die Familie, Freunde und das Team von Hajo Banzhaf


Trauerfeier

Die Trauerfeier fand am Samstag, dem 28. Februar 2009, in der Aussegnungshalle am Nordfriedhof in München, um 10.30 Uhr statt.

"Limbo" von Ludovico Einaudi

Mein Geburtshoroskop

* 15.05.1949 um 00.02 Uhr in Gütersloh

Hajo Banzhaf Horoskop

Hajos Grab liegt auf dem Nordfriedhof

...in München im Feld 44, Reihe 1, Grab 10

Meine Lieblingskarte

Der Stern

Am 15. Mai 2019 wäre Hajo Banzhaf 70 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass schreibe ich (Sabine Lechleuthner) über seine Lieblingskarte „Der Stern“ und stelle Bezüge zu seinem Leben und seinem Horoskop her.

Ich zitiere Hajo:
„Meine Lieblingskarte ist der Stern.
So wie ein Jungbrunnen ist er Sinnbild für die wunderbare Fähigkeit des Menschen, auch nach größten Katastrophen (Turm) wieder Hoffnung zu schöpfen und Visionen einer neuen Zukunft zu entfalten.
Obwohl die Anordnung der Sterne keiner mir bekannten Konstellation entspricht, lässt sie mich oft an das Sternbild Krone denken, das einer Überlieferung zufolge Theseus den Ausweg aus dem keltischen Labyrinth gewiesen hat.

Auch die Zahl 17 hat eine himmlische Entsprechung, die neue Hoffnung symbolisiert und die Überwindung der Finsternis: vom letzten Vollmond an gerechnet, ist es der 17. Tag, an dem – nach drei mondlosen Nächten – sich erstmals wieder die Sichel des neuen Mondes zeigt.

Nicht zuletzt gleichen unsere Visionen den Sternen - selbst wenn wir sie nicht erreichen, können wir uns gut an ihnen orientieren.“

Es ist kein Wunder, dass Hajo sich von dieser Karte so angezogen fühlte, verkörperte sie doch auf eine ganz tiefe Weise seine Haltung gegenüber dem Leben. Auch Hajo blieb angesichts von Turmerfahrungen immer optimistisch. Er stand eine sehr lange schwere Krankheit durch, die ihn vom Banker zum Tarotexperten wandelte. Zu den wohl schlimmsten Erfahrungen gehörte die Erkrankung seiner Frau Brigitte. Als bei Brigitte ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert wurde, der keine lange Lebenserwartung mehr zuließ, war es Hajo, der voller Hoffnung auf Besserung weitermachte. Er unternahm alles, um Brigitte zu unterstützen, sie zu begleiten und für sie da zu sein. In vielen Gesprächen mit ihm stellte ich fest, dass er getragen war von dem festen Glauben, dass sich doch noch alles zum Guten wenden könnte.

Nach ihrem Tod zog er sich ein Jahr zurück, bevor er wieder neue Hoffnung schöpfte. Getreu der Aussage der Karte schien es, als seien die Wasser des Lebens zurückgekehrt. Hajo fühlte sich wieder besser und schmiedete Pläne.
Der Stern ist aus astrologischer Sicht eine Schütze-Wassermannkarte. In Hajos Horoskop stand Jupiter im Zeichen Wassermann. Auch hier zeigt sich der Bezug zu Weitsicht, Vertrauen und dem Gefühl eingebettet zu sein in die kosmischen Zusammenhänge. Sicher wird das auch durch Hajos Schütze-Aszendent unterstrichen. Ich habe Hajos Art bewundert, in allem und jeden das Gute zu sehen und immer einen tieferen Sinn hinter dem Geschehen zu erkennen. So eine Haltung zieht das Positive an. Er wurde nur äußerst selten enttäuscht. Wenn es doch einmal geschah, war er zutiefst betroffen, doch brachte es sein System nie ins Wanken. Sein Optimismus kehrte schnell zurück. Schütze-Wassermann hat auch etwas Visionäres. Wissensdurst und Philosophie vermischen sich mit Visionen für eine bessere Welt und Experimentierfreude. Hajo war neugierig und wissbegierig. Er verschlang Bücher, die er an besonders interessanten Stellen mit einem gelben Stift markierte. Er besuchte Philosophiekurse, Kunstausstellungen, er reiste gerne und er hörte nie auf zu lernen. Ihn interessierte, was die „Welt im Innersten zusammenhält“, und er liebte es, darüber zu sprechen. Nach Brigittes Tod vermisste er sie unter anderem auch deshalb so schmerzlich, weil sie eine Gesprächspartnerin war, die seine Vorstellungen hinterfragte und genauso leidenschaftlich diskutierte wie er.
Wie eng er mit der Karte „Der Stern“ verbunden war, zeigte sich an folgendem kosmischen Geschehen: Nach seinem Ableben am 11. Februar 2009, kam es immer wieder zu Verzögerungen des Termins für die Trauerfeier. Schließlich wurde sie auf den 28. Februar gelegt. Erik van Slooten hielt eine beeindruckende Trauerrede, in der er u.a. darauf aufmerksam machte, dass der 28.2. nicht nur der 17. Tag nach Hajos Tod war, sondern dass sich genau an diesem Tag die erste Sichel des Mondes – nach drei mondlosen Nächten - wieder am Himmel zeigte.

Hajo hat jedem, der ihn persönlich kannte, oder von ihm gehört oder gelesen hatte, etwas hinterlassen: Ob es die Liebe zu Astrologie und/oder Tarot ist, seine Bücher und Artikel mit wertvollen Erkenntnissen, seine bescheidene Art, die Eindruck machte ebenso wie sein Humor - und natürlich sein immens großes Wissen. Dazu zählte auch seine Philosophie, die von der Ganzheit einer gereiften Persönlichkeit ausging, die der Mensch auf seiner Heldenreise durchs Leben erlangt, indem er seine Schattenseiten kennenlernt und integriert. Dies hat Hajo so trefflich anhand der 22 Großen Arkana beschrieben.
Zahlreiche Menschen tragen sein Wissen weiter - auf vielfältige Art und Weise. Ich tue dies durch die Fortführung der Astrologie- und Tarotschule München, autorisiert von den Familien Banzhaf & Theler. So bleibt Hajo auch 10 Jahre nach seinem Tod und in Zukunft präsent. Das ist doch eine wunderbare Entsprechung des Sterns!